Der Thymian, Thymus vulgaris, ist eine zwergstrauchartige Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Er ist nicht nur unentbehrlich in der mediterranen Küche, sondern auch eine wichtige Heilpflanze.

Medizinische Anwendung

Der Echte Thymian ist im Mittelmeerraum heimisch, wird heute jedoch weltweit in Gärten kultiviert. Bereits im antiken Griechenland war Thymian ein beliebtes Räucherwerk. Sein wissenschaftlicher Name Thymus stammt vom griechischen „thymos“, was Mut und Kraft bedeutet.

Wirkung und Anwendung

Thymian enthält ätherisches Öl mit den Wirkstoffen Thymol und Carvacrol sowie Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Daraus ergibt sich seine antibakterielle, krampflösende und schleimlösende Wirkung. Eingesetzt wird Thymian vor allem bei Erkältungskrankheiten, Husten, Bronchitis und Keuchhusten. Auch bei Magen- und Darmbeschwerden wie Blähungen kommt er zur Anwendung.

Achtsamer Umgang: In der Schwangerschaft sollte Thymian nur in moderaten Mengen verwendet werden. Ätherisches Thymianöl ist sehr konzentriert und sollte nur stark verdünnt angewendet werden.

Thymian in der Küche

Thymian ist eines der klassischen Gewürze der mediterranen Küche. Sein würzig-aromatischer Geschmack passt zu Lamm, Fisch, Gemüse, Tomatensaucen und gegrilltem Gemüse.

Rezept: Thymian-Hustensirup

Zutaten: Frische Thymianzweige, Honig.

Zubereitung: Frische Thymianzweige in ein Glas schichten und mit Honig übergießen, bis alle Zweige bedeckt sind. Verschließen und an einem dunklen Ort 2 bis 3 Wochen ziehen lassen. Anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei Husten einen Teelöffel mehrmals täglich einnehmen.