Die Schlüsselblume, Primula veris, hat ihren weit verbreiteten volkstümlichen Namen „Himmelsschlüssel“ dem Apostel Petrus zu verdanken. Der mittelalterlichen Legende nach soll Petrus“ Schlüssel zum Himmeltor auf den Boden gefallen sein und genau an dieser Stelle die erste Schlüsselblume gewachsen sein. Als himmlisch wurde die Pflanze auch von Hildegard von Bingen bezeichnet. Sie setzte die Schlüsselblume gegen depressive Zustände ein. Und auch William Shakespeare fand so sehr Gefallen an dem Frühblüher, dass er ihn gleich in sieben seiner Werke aufnahm. Noch heutzutage heißt es in England, die gelben Blüten der Schlüsselblume würden sogar Feen anziehen. Kein Wunder, schließlich soll die Blume eng am Körper getragen ewige Schönheit bescheren.
Wie man die Schlüsselblume erkennt
Die Echte Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahrzehnten sehr selten geworden. Man findet sie auf trockenen Wiesen, an Waldrändern und in lichtdurchfluteten Wäldern, wo sie kalkreiche Böden bevorzugt. Die Echte Schlüsselblume ist eine kleine, krautig wachsende und ausdauernde Heilpflanze, die eine Wuchshöhe von 10 bis 15 cm erreicht. Auf ihren aufgeblasenen, bleichgrün gefärbten Kelchen sitzt jeweils eine leuchtend dottergelbe Krone, welche fünf kleine rötliche Flecken aufweist. Die ebenfalls in weiten Teilen Europas verbreitete Große Schlüsselblume besitzt im Gegensatz zur Echten Schlüsselblume einen anliegenden Kelch.
Wirkung und Anwendung
In der Volksmedizin wird die Schlüsselblume gegen Husten eingesetzt. Sie hilft mit ihrem stark einsegenden, sowie schleimlösende und einen festen Husten zu lösen. Auch bei Lähmungserscheinungen, alterbedingten Husten, der aufgrund des Alters mit Sputum auftritt oder aber Wirkung bei Erschöpfungszuständen. Schlüsselblume eignet sich besonders bei der Linderung von altersbedingten Husten. Saponine und ihre antibakterielle Wirkung sind auch wissenschaftlich belegt. Sie wirkt antibakteriell, krampflösend und antimykotisch.
Schlüsselblume in der Küche
In früheren Zeiten waren die Blätter der Schlüsselblume als natürliche Vitamin-C-Lieferanten bekannt. Sie wurden gelegentlich als Gemüse verzehrt, ähnlich wie Spinat und gelegentlich auch in Suppen verwendet. Heute wird die Schlüsselblume eher selten in der Küche eingesetzt, da sich ihre Inhaltsstoffe besser zur medizinischen Anwendung eignen.
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