Der Salbei, Salvia officinalis, wie er auf lateinisch heißt – Salvia, oder besser gesagt salvare, bedeutet heilen. Der Name kommt nicht von irgendwo: Schon in der Antike war Echter Salbei für seine medizinische Wirkung bekannt. Und auch heute ist das universelle Heilkraut gegen zahlreiche Beschwerden in der Naturheilkunde unverzichtbar.
Geruch und Optik
Die Gattung Salvia umfasst mehr als 900 Arten. Echter Salbei erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern. Von Mai bis Juli beeindruckt er mit blassrosa bis violetten Blüten. Salbei bildet längliche, fast eiförmige Blätter aus, die mit einem weißen Filz versehen und an beiden Seiten behaart sind. Die anfangs vierkantigen und dicht behaarten Stängel verholzen mit der Zeit von unten nach oben. In der Regel sind die oberen Blätter kürzer gestielt als die unteren. An ihrer Oberseite lassen sich mit Hilfe einer Lupe die zahlreichen Öldrüsen gut erkennen. Diese enthalten die ätherischen Ölverbindungen, die für den charakteristischen Duft der Pflanze verantwortlich sind. Dieser Geruch entfaltet sich besonders stark, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt. Salbei schmeckt würzig und bitter und kann mitunter ein pelziges Gefühl im Mund erzeugen.
Wo Salbei wächst
Außerhalb der Gärten findet man Echten Salbei nur im Mittelmeerraum, wo er auch wild wächst. Hierzulande muss er angebaut werden. Am besten gedeiht Salbei an vollsonnigen Standorten mit mageren Böden. Der Gartenboden oder das Topfsubstrat sollten überwiegend sandig sein und nur einen geringen Bestandteil an mittlerem Humusanteil enthalten.
Wirkung und Anwendung
Salbei enthält viele Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Triterpene. Besonders wertvoll ist der hohe Gehalt an Thujon. Wichtige Inhaltsstoffe sind Cineol und Campher. Alle diese Inhaltsstoffe tragen dazu bei, dass Salbei eine antibakterielle Wirkung hat. Auch wirkt er entzündungshemmend, schweißhemmend und nervenstärkend. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung von Salbei gegen Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Daneben ist auch der Einsatz als schweißhemmendes Mittel anerkannt. Sie verleihen die Wundheilung, lösen Krämpfe und tötet Bakterien und Pilze ab.
Zahnpasta vergessen?
Kein Problem, dann kauen Sie einfach Salbei. Er verhilft zu frischem Atem und ist oftmals auch in Zahncremes enthalten.
Salbei in der Küche
Aufgrund seines bitteren Geschmacks wird Salbei gerne zum Würzen und Kochen verwendet. Ein Beispiel dafür ist das Gericht „Salbei im Mostbackteig“.
Rezept: Salbei im Mostbackteig
Zutaten: 25 dag Dinkelmehl, 1/4 l Most, 1 Ei, Salz, Salbeiblätter, Butterschmalz zum Backen, Staubzucker.
Zubereitung: Mehl in eine Schüssel geben, Salz und Ei darin verrühren und mit dem Most aufgießen, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Den Salbei in Blätter abzupfen, in den Mostteig tauchen und in heißem Butterschmalz herausbacken. Mit Staubzucker bestreuen und servieren.
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