Der Rotklee, Trifolium pratense, zeigt mit seinen drei Blättern starke Symbolkraft. Im Christentum sind sie der göttlichen Dreifaltigkeit zugeordnet, und auch für die Kelten hatte der Rotklee eine besondere Bedeutung. Er war die Pflanze der mythischen Nornen, jener drei weißen Frauen, die die Schicksalsfäden der Menschen spinnen. Auch heutzutage nimmt Klee eine besondere Stellung ein: Als Glücksbringer wird er zu Silvester verschenkt und soll für Glück und Lebenskraft sorgen.

Wo man Rotklee findet

Mehr als 200 verschiedene Arten zählen zur Gattung des Klees. Neben dem Rotklee sind der Weiß- und der Purpur-Klee prominente Vertreter. Der Wiesen- oder Futterklee, wie der Rotklee im Volksmund genannt wird, ist eine der bekanntesten heimischen Pflanzen, die sich über ganz Europa bis nach Asien ausbreitet. Am liebsten wächst er auf nährstoffreichen Wiesen, Waldlichtungen oder Wegrändern. Doch auch im Hochland ist der Rotklee anzutreffen und kann selbst Gebirgslagen bis 2.500 Höhenmeter besiedeln. Grund für seine Anpassungsfähigkeit ist seine lange Pfahlwurzel, die bis zu zwei Meter erreichen kann. An der Oberfläche tritt der Rotklee mit einer maximalen Wuchshöhe von bis zu 40 cm eher bescheiden auf.

Nachgesagte Wirkung

Der Rotklee gehört zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler und ist besonders als Futtermittel für Kühe bekannt. Dabei steckt noch viel mehr in ihm. Tatsächlich ist der Rotklee ein wahres Powerkraut für Frauen. Astrologisch sind ihm die weiblichen Planetenkräfte Mond und Venus zugeordnet: Rotklee macht weich, weiblich, sinnlich. Tatsächlich ist Rotklee der Phytoöstrogen-Lieferant schlechthin und wird als Nahrungsmittelergänzung zur Behandlung und Vorbeugung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Weitere Studien haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe des Klees auch vor Krebs schützen können. Laut Volksmedizin soll die Einnahme von Klee besonders wirksam sein, wenn die Krankheit im Zusammenhang mit Hormonen steht. Zu den weiteren Anwendungsgebieten zählen Gicht, Rheuma und Appetitlosigkeit.

Achtsamer Umgang: Nebenwirkungen sind bei regelmäßiger Einnahme von Rotklee- und Rotklee-Präparaten an sich nicht zu erwarten, jedoch nicht vollständig auszuschließen. Meist sind es Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auf einzelne Wirkstoffe. Unstimmigkeiten gibt es in puncto Langzeitwirkung.

Klee in der Küche

Junge Rotkleeblätter sind reich an Vitaminen und Spurenelementen und lassen sich hervorragend zu Kräuterquarks oder zu Smoothies verarbeiten. Kleiner Tipp: Die Blätter harmonieren hervorragend mit Petersilie und eignen sich für das Aufpeppen von Suppen, Salaten oder Brotaufstrichen. Wie die Blätter sind auch die auffallend roten Blüten reich im Geschmack und können als essbare Deko verwendet werden.

Grüne Kosmetik

Rotklee hat eine positive Wirkung auf die weibliche Scheide. Bei Problemen wie Scheidentrockenheit helfen Cremes oder Vaginalkugeln aus Rotklee, die wie eine Kur für einen gewissen Zeitraum täglich angewendet werden.

Rezept: Rotklee-Creme

Zutaten: 10 ml Rotklee-Tinktur, 70 ml Ringelblumenöl, ca. 8 Tropfen ätherisches Rosenöl, Bienenwachs.

Zubereitung: Das Bienenwachs im Wasserbad schmelzen, Ringelblumenöl hinzugeben und gut verrühren. Sobald eine cremige Masse entsteht, geben Sie die restlichen Inhaltsstoffe hinzu. Anschließend die fertige Creme aus dem Wasserbad nehmen, in einen Tiegel abfüllen und auskühlen lassen.