Die Rose, Rosa, ist die unangefochtene Blume der Liebe. Sie wächst nahezu in jedem Garten und spielt in Blumengeschäften eine Hauptrolle. Was viele nicht wissen: Sie ist auch ein Heilkraut. Ihren Ursprung hat die Rose in Persien. Karl dem Großen ist es zu verdanken, dass die Rose auch in Mitteleuropa zum festen Bestandteil heimischer Gärten wurde. Denn 794 schrieb er jedem Landgut den Anbau bestimmter Heil- und Nutzpflanzen vor, darunter auch die Rose. Das Klima auf der Nordhalbkugel begünstigte ihr Wachstum und ihre Ausbreitung, weshalb neben Kulturrosen auch zahlreiche Wildrosenarten existieren. Wie lange sich die Menschen schon an der Rose erfreuen, zeigt ein Fund in den Rocky Mountains. Dort entdeckten Wissenschaftler Rosenblätter-Fossilien, die auf ein Alter von etwa 35 Millionen Jahre datiert wurden.

Wichtige Merkmale

Die ersten Rosenzüchtungen und angelegten Gärten entstanden vor zirka 5000 Jahren in China. Durch Kreuzungen und Züchtungen immer weiter veredelt, zählt man heute bis zu 30.000 verschiedene Rosensorten. Ihre symbolische Bedeutung als „Blume der Liebe und Schönheit“ hat sich vor über 2000 Jahren manifestiert. Die Wuchshöhe der Rose fällt je nach Art sehr unterschiedlich aus. Die Palette reicht von kniehohen Blumen über kleine Büsche bis hin zu meterhohen Kletterpflanzen. Ganz unterschiedlich fallen auch die Stacheln der Rose aus. Ihre Blätter sind meist glänzend mit gezahntem Rand. Ihre Heilkraft liegt in ihren duftenden Blüten verborgen, die sich im Herbst in vitaminreiche Hagebutten verwandeln.

Sammelzeit und Anwendung

Nicht nur wegen ihres Duftes, sondern auch aufgrund ihrer Heilwirkung war die Rose schon bei den alten Griechen beliebt. Sie wurde der „Königin der Blumen“ verliehen. Was ihre Heilkraft betrifft, spielt der Duft eine wesentliche Rolle. Als Tee oder ätherisches Öl sollen Rosenblüten gegen Kopfschmerzen, Schwindel, Heuschnupfen und allerlei Frauenbeschwerden helfen. Dasselbe gilt bei gereizten Nerven und beanspruchter Haut. Gesammelt werden soll nur bei sonnigem, trockenem Wetter. Dabei schneidet man die voll geöffnete Blüte vorsichtig ab, trocknet sie und lagert sie geschützt vor Licht und Feuchtigkeit.

Rose als Räucherwerk

Die Rose ist fixer Bestandteil sowohl in segnenden als auch in Liebesräuchermischungen. Sie verbindet Gegensätze, entspannt, beruhigt und tröstet. Die Rose steht für Hingabe, Lebenslust, Schönheit, Sinnlichkeit und Freude. Sie hellt die Stimmung auf, eröffnet den Weg zur Harmonie, stärkt die Aura sowie das Herzchakra. Ihre Wirkung bei Frauen umfasst die bewusste Wahrnehmung der Weiblichkeit und das Vertrauen in die eigene Sexualität. Männern hilft sie, Gefühle wahrzunehmen und zu zeigen.

Rezept: Teeaufguss aus Rosenblättern

Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel getrockneter Blütenblätter mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen. 15 min. zugedeckt ziehen lassen, eventuell mit Honig süßen und genießen. Ein Rezept, welches auch Johann Wolfgang von Goethe kannte. „Ich liebe die Rosen als das Vollkommenste, was unsere Natur als Blume gewährt“, soll der Dichter, dessen Gartenhaus mit Rosenranken überzogen war, einst gesagt haben.