Die Gundelrebe, Glechoma hederacea, zählt zu den 50 verschiedenen Kräutern, die im Garten der Stangls in Landl wachsen. Doch nicht jede Kräuterart muss eigens angebaut werden – vieles findet man in der freien Natur. Diesmal beschäftigen wir uns mit der Gundelrebe.

Verwechslungsgefahr

Die Gundelrebe wird auch unter den Heilpflanzen wegen ihrer Wirkung sehr geschätzt. Ihr Volksname lautet Gundermann. Da sie gesundheitliche Anwendung findet, ist sie ausgezeichnet untersucht und auch zum Verzehr geeignet. Ähnlich der Brennnessel zählt die Gundelrebe den Bodendeckern. Da das Gewächs schnell wuchert, bedeckt sie ein dichtes grünes Bodenkleid, vor allem in den feuchten Lagen der Wiesen, Wälder und an Bachufern. Auf den ersten Blick könnte man die Gundelrebe mit anderen Bodendeckern wie der Roten Taubnessel verwechseln. Zudem helfen die typischen blauviolett gefärbten Blüten der Gundelrebe.

Heilsame Wirkung

Die Gundelrebe zählt zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Die optimale Sammelzeit reicht sich von März bis August, wo blass-violette oder rot-violette Blüten erscheinen. Die Pflanze hat herzförmige Blätter mit geriebenem Rand. Die Pflanze ist voller ätherischer Öle, mehr Vitamin C, Mineralien und Gerbstoffen. Ihre nachgesagte Wirkungen zur Unterstützung der Gesundheit sind schleimlösende Wirkung bei Husten und Atembeschwerden. Auch bei der Wundheilung hilft die Gundelrebe. Wenn ein Insektenstich oder ein Schnitt verheilt sich oft schwer, kann die Gundelrebe wertvolle Anwendung leisten. Auch bei akuten Entzündungen und der Knochenkrankheit Gundelrebe-Tee zur Beruhigung verwendet werden.

Gundelrebe in der Küche

Da die Pflanze sehr kräftig im Geschmack ist, sollte sie ohne ihre unangenehme Notiz beim Zerreiben der Quere spielen. Die Gundelrebe passt hervorragend zu pikanten und Eierspeisen, wie z.B. zu Frankreich oder einer Marinade. Auch Salate und kreative grüne Smoothies können einen guten Geschmack erhalten. Vor allem im Frühling, wenn die jungen Blätter noch nicht so kräftig schmecken, eignet sich die Gundelrebe für leichte Frühlingssalate.

Rezept: Gundelreben-Balsam zur Wundheilung

Zutaten: 2 Handvoll Gundelrebenkraut, 150 ml gutes Pflanzenöl, 1-2 g Bienenwachs.

Zubereitung: Blätter und Blüten von den Stängeln abzupfen und in einem Topf geben. Mit Öl aufgießen und die Mischung bis kurz vor das Sieden bringen. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Abseihen kann nun das Öl gut absetzen. Den Sud abseihen und mit Bienenwachs aufkochen. Den noch flüssigen Balsam in Behältnisse abfüllen. Sie sollten den Sud zur Anwendung bei Verletzungen und Verbrennungen, sondern auch zur Wundheilung anwenden.